Kurz vor Weihnachten – genauer gesagt im November – kamen wieder die Ratten aus Ihren Löchern gekrochen, eine davon hat uns erwischt. Gemeint sind die Gelegenheitsbetrüger, also die die aufgrund von Dummheit und/oder angefixt durch die diversen Sendungen zum Thema Betrug auf ebay meinen auch ungestraft das schnelle Geld machen zu können.

Gekauft wurde ein Nintendo DS Set im Wert von 140 Euro und leider versagten aufgrund von beruflich bedingten Streß sämtliche Alarmglocken, denn es gab – wie so oft bei den Gelegenheitsbetrügern – einige deutliche Anzeichen für den Betrug: Der Kauf war an einem Samstag und bereits Montag Vormittag erreichte uns eine eMail, in der der Verkäufer mit nur einem Satz nachfragte wo das Geld bleibt. Hier hätte es eigentlich Klick machen müssen, denn bis dato ist dies ein faustsicherer Hinweis für Betrug. Warum? Ich denke es liegt daran, das die Gelegenheitsbetrüger einfach sehr aufgeregt sind und/oder einfach dringendst auf Teufel komm raus Geld benötigen. Aber anstatt auf den “Klick” zu hören, antwortete ich das die ÜW auf dem Weg ist und bis zu drei Werktage in Anspruch nehmen kann. Danach ging die Überweisung auf die Reise … Leider.

Der zweite Fehler war noch dümmer: Normalerweise kontrolliere ich ab einem bestimmten Einkaufswert vor der Überweisung die Verkäufe der letzten 30 Tage und lasse mir drei Tage Zeit, um zu sehen ob gleichartige Artikel in großen Mengen nacheinander rausgehauen werden. Tja, hätte ich das gemacht, hätte ich gesehen das dieser Privatverkäufer sechs mal das identische Gerät über einem Zeitraum von knapp zwei Wochen verkauft hat. Hätte ich wie üblicherweise drei Tage gewartet, hätte ich vor der Überweisung auch noch die erste negative Bewertung gesehen.

Nun gut, der Rest ist Standard: Das Gerät kommt natürlich nicht, die negativen Bewertungen der anderen sechs Geschädigten trudelten nach und nach ein. Die grenzenlose Dummheit des Verkäufers wird umso deutlicher, als er noch probierte seine Anschrift bei eBay mit einer Phantasieanschrift zu überschreiben. Geht natürlich nicht, der Name läßt sich bekannterweise nicht ändern und vor allem was er nicht wußte: Man bekommt (noch) die Anschrift des Verkäufers bei der Kaufbestätigung. Strafanzeige ist raus, mal sehen was diesmal dabei rauskommt. Letztes Mal, war ja weniger erfolgreich …  Achja, diesmal lohnt auch der Käuferschutz – aber ich vermute fast, das wird irgendwann ein eigener Artikel hier werden …

Wie kann man sich für knapp 1000 Euro soviel Ärger einhandeln ? Aber ich bin sicher das werden nicht die einzigen Probleme sein, die dieser Chaot hat.