Ein Käufer mit knapp 100 positiven Bewertungen – also kein Anfänger mehr – kaufte eine XBox zum Startpreis. Die Kaufabwicklung wurde nicht durchgeführt, lediglich eine Anfrage nach dem Gesamtpreis trudelte ein. Aber kein Problem, schließlich schicken wir immer auch eine eMail mit allen notwendigen Daten raus. Ganze sieben Tage später trudelte folgende eMail ein: “ich vergass zu erwähnen…das ich erst bezahle wenn die x-box da ist….da ich vor 2 wochen eine defekte playstation gekauft habe…er hatt sich dann abgemeldet” …

Als ersten Kontakt nach sieben Tagen stelle ich mir zugebenermassen etwas anderes vor. Nun gut, erst einmal wurden die Fronten geklärt und etwas Aufklärungsarbeit betrieben. Es folgte der Hinweis auf das einmonatige Rückgaberecht, die Anbieterkennzeichnung, der Hinweis auf unser Profil und die daran zu findenden Xboxen die ordnungsgemäß als defekt beschrieben verkauft wurden, eine kurze Erläuterung unserer Arbeitsweise, der Hinweis auf diesen Blog, das bei uns Elektroschrott – immerhin aktuell 10 kg im Monat – entsorgt wird usw. usw. Auch der explizite Hinweis das wir uns wegen einer 50 Euro Xbox nach sechs Jahren und über 10.000 Verkäufen nicht einfach abmelden werden, verhallte ungehört. Auch mit Logik kam man nicht weiter: Wäre es nicht ziemlich dumm von uns, eine defekte Xbox als funktionstüchtig zu verkaufen wenn wir die Ware einen Monat lang zurücknehmen müssen?

Es half alles nichts, als Antwort kam: “aber ich werde trotzdem vom kauf zurücktretten sie müssen mir glauben das dies mir zu gefährlich ist”

Dieser Käufer fällt für mich in die Kategorie Gefahrensucher, er wird mit Sicherheit noch von diversen Müllverkäufern über den Tisch gezogen werden. Wer nicht erkennt, wann er gefahrlos einkaufen kann sollte seinen eBay Account sicherheitshalber schliessen. Achja: Der Kaufvertrag wurde in beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst, das Angebot des Käufers die Gebühren zu erstatten wurde selbstverständlich ausgeschlagen und die XBox gibt es auf eBay wieder zu kaufen …