Das Finanzamt hat sich mal wieder gemeldet, diesmal keine Betriebsprüfung (ich stelle gerade erschreckt fest, das ich darüber gar nicht gebloggt hatte. Das hole ich noch nach, schließlich gab es nach 12 Stunden Kontrolle keinerlei Beanstandungen aber doch einiges blogbares Material).  Man fordert uns auf zu erklären, wieso unsere Portokosten im Jahr 2007 so hoch sind – diese seien völlig außerhalb des nachvollziehbaren Rahmens …

Kurz vorab zur Erklärung: Aufgrund der Differenzbesteuerung haben wir eine Kostenstelle für das Porto für unsere Einkäufe. Wir haben auch eine Kostenstelle für das Porto das wir von unseren Käufern verlangen bzw. verlangt haben – schließlich sind wir ja im Zeitalter des kostenlosen Versands. Beides ist nur für die Differenzbesteuerung relevant und hat ansonsten nichts miteinander zu tun. Logisch. Einmal zahlen wir damit die Artikel zu uns kommen, einmal kassieren wir damit wir die Artikel versenden können.

Der zuständige Sachbearbeiter hat nun – vermutlich – diese beiden Kostenstellen in Relation gesetzt und sich gewundert, warum es noch eine dritte Kostenstelle gibt: Dort wird gebucht was wir an tatsächlichen Kosten hatten, die Artikel zu versenden – also die Beträge die die Deutsche Post und GLS von uns für den Transport verlangen. Das Verhältnis der Kostenstellen “verlangte Versandkosten” zu “ausgegebene Versandkosten” ist in perfekter Relation.

Nun müssen wir nur noch dem zuständigen Sachbearbeiter klarmachen, das die Beam-Technologie in der Entwicklung ist und noch nicht den Weg in die Haushalte geschafft hat.  Firmen wie die Deutsche Post und GLS sind tatsächlich so dreist und wollen ihre Dienstleistung bezahlt haben.

Ich vermute dieser Fakt wird ihm neu sein. Aber macht ja nix: Die Fortbildung durch unseren Steuerberater ist für ihn ja kostenlos …