Wir hatten ja eine dieser obskuren PayPal Sicherheitsprüfung in der Rolle als Verkäufer selbst schon einmal. Fazit: Geld war weg, obwohl der Käufer die Ware bekommen hatte.  Diesmal hat es uns wieder getroffen, allerdings indirekt in der Rolle des Käufers.

Zum Hergang:  Wir kauften ein DSi Set, bezahlten die 100 Euro Kaufpreis per PayPal – wobei die 100 Euro zu 95% direkt per Lastschrift von unserem verifiziertem Konto beglichen wurden – und erhielten die Ware ein paar Tage später.  Eine perfekte Transaktion, ohne Probleme, alles schön. Nun ja, bis zu dem Zeitpunkt als eine eMail des Verkäufers eintrudelte …

“Ich habe ihnen ein Nintendo dsi verkauft über Pay Pal. Jetzt habe ich ein riesiges Problem, weil mein Sohn hat mir den Beleg weggeworfen und jetzt kriege ich mein Geld nicht. Könnten sie mir per Mail eine Bestätigung schicken das sie die Nintendo erhalten haben. Ich warte auf Antwort. Viele Grüße xxxx”

Nochmal: Wir haben das Gerät bereits. Alles ist gut. Aber: PayPal behält ohne Reklamation des Käufers (also uns) einfach mal Geld ein und verlangt von einem Privatverkäufer einen Versandbeleg. Dieser konnte wie beschrieben nicht mehr geliefert werden und abgesehen davon, war Versand als Päckchen ausgemacht und bezahlt. Päckchen lassen sich offiziell eh nicht nachverfolgen, also hatte der Verkäufer in keinem Fall auch nur ansatzweise eine Chance.   Unsere schriftliche Bestätigung, als auch die positive Bewertung wurde ignoriert.    

Fazit: Der Verkäufer bekommt unser Geld nicht, weil er nicht nachweisen kann das die Ware die wir längst erhalten haben, angekommen ist. 

Ich habe dann folgendes Verfahren vorgeschlagen: Der Verkäufer sollte uns nochmal ein leeres Paket zusenden (Packstation zu Packstation kostet das nur 3,50 Euro) und wir holen das dann sofort ab.  Gesagt getan: Paket ist da, abgeholt, der Verkäufer hatte sein Versandbeleg und bekam letztendlich das Geld ausgezahlt.

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber sogar lachen.