Hochbezahlte Leute, die geistige Elite unseres Landes, hat – vermutlich auch mit der Hilfe von externen, hochbezahlten Beratern – sich wieder einmal dem Schutz des Verbrauchers angenommen.  In vermutlich endlos langen Sitzungen wurde das Werk dann geschmiedet, durchdiskutiert und an allen Ecken und Kanten gefeilt.  Dabei herausgekommen ist dann folgendes Werk, Deutschlands Verbraucher werden in Jubel ausbrechen – endlich, ja endlich ist es soweit: Eine für Otto-Normalverbraucher verständliche Widerrufsbelehrung.  Exemplarisch an einem Satz möchte ich den wirklich grandiosen Wurf dokumentieren.

Alt:

… und auch nicht vor Erfüllung unserer Informationspflichten gemäß Artikel 246 § 2 in Verbindung mit § 1 Abs. 1 und 2 EGBGB sowie unserer Pflichten gemäß § 312e Absatz 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit Artikel 246 § 3 EGBGB.

Neu:

… und auch nicht vor Erfüllung unserer Informationspflichten gemäß Artikel 246 § 2 in Verbindung mit § 1 Abs. 1 und 2 EGBGB sowie unserer Pflichten gemäß § 312g Absatz 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit Artikel 246 § 3 EGBGB.

Und das ganze Mal etwas ernster: Der Wertersatz wurde noch einmal nachgeregelt und entsprechend aufgenommen. Ich bin gespannt, wann die nächste Änderung kommt und vor allem wie lange es dauert, bis die Abmahnindustrie an die Tür derjenigen klopft die vergessen haben, das am 4.11.2011 die Übergangsfrist endet und dann ein einzelner Buchstabe sehr, sehr teuer werden kann.  Auch noch einmal ein herzliches Dankeschön nach Rudow an dieser Stelle!