Ich muss gestehen, ich mag Abholung mit Barzahlung nicht. Bis auf wenige Ausnahmen wo es wirklich 1A klappt, ist die Regel dann doch eher das Termine nicht eingehalten werden, aus 19 Uhr plötzlich 22 Uhr wird oder man auch mal ganz umsonst wartet.  Das nachfolgende Erlebnis bestärkt mich in meiner ablehnenden Haltung …

Die erste Anfrage des Käufers mit einem Preisvorschlag erhielten wir für Baldurs Gate Dark Alliance irgendwann Anfang Dezember abends um 18.53 Uhr:

Mein preisvorschlag liegt bei 12,50! Könnte man das Spiel heut noch abholen falls sie mit dem Preis einverstanden sind?

Wir haben das gleich freundlich abgelehnt, wir wohnen am Stadtrand von Berlin und da läuft so eine Abholung schnell in den Bereich um 21-22 Uhr und das muss nicht mehr sein. Irgendwann wollen wir auch noch ein paar Minuten Ruhe haben. Soweit alles gut.

Ein paar Tage später gab es die nächste Anfrage dieses gleichen potentiellen Käufers, diesmal für Champions of Norrath, diesmal an einem Samstag um 14 Uhr:

Ich habe ihnen einen Preisvorschlag unterbreitet…falls sie mit dem Preis einverstanden sind,,,wäre es möglich das Spiel heut noch abzuholen?,,17Eu da ohne Beschreibung und Hülle!,,

Der Preisvorschlag war im Rahmen, ich war eh den ganzen Tag da und somit haben wir den Preisvorschlag 5 Minuten nach Abgabe angenommen. Es gab auch gleich Rückmeldung von uns:

“Yup – heute klappt es, bitte ungefähre Zeit sagen (plus/minus 30 Minuten) wann Sie kommen wollen. Achja, bitte Betrag passend mitbringen, ich habe absolut kein Kleingeld hier.”

Die Antwort folgte prompt, die Zeichen für eine problemlose Abwicklung stehen auf grün … obwohl, irgendwas störte an der Antwort:

16:30 ca…und wo müsst ich hinkommen? Ok,,bring es passend mit.

“wo müsst ich hinkommen”? Äh?!? Ich hätte ja erwartet, das wenn man zweimal anfragt und immer gleich vorbeikommen will man ungefähr weiß wo wir wohnen – steht schließlich alles in der Auktion.  Wir haben daraufhin die Anschrift mitgeteilt und darum gebeten kurz durchzurufen wenn es Probleme gibt oder es sich deutlich verschieben sollte. Die Antwort überraschte dann doch:

Ach Gott,,,das ist ja in kladow irgendwo,,,dann müssen wir das doch über den Postweg machen,,,sonst bin ich da gut 2Std mit der öffentlichen unterwegs,,,,ist mir zu lang sorry,,

(Offtopic: Fällt mir jetzt gerade erst auf: Scheinbar ist die Tastatur des Käufers defekt …).  Ja, wir wohnen in Kladow – das ist auch kein großes Geheimnis aber immerhin: Bescheid gesagt, verwunderlich, aber alles im Rahmen:

“ok – kein Problem. Ich ging davon aus, das Sie das schon vorab nachgesehen hatten. Dann einfach die Kaufabwicklung durchführen, die Kontodaten sind hinterlegt. Gruß und noch ein gutes Restwochenende”

Zehn Tage später ohne jegliche Rückmeldung fragten wir vorsichtig nach:

“Bis einschl. heute ist die Zahlung nicht eingangen. Bitte um kurze Rückmeldung, wenn Sie den Artikel nicht mehr wollen oder es sonstige Probleme gibt.”

Keine Reaktion. Wir haben dann nach 20 Tagen einen unbezahlten Artikel gemeldet, es gab keinerlei Rückmeldung vom Käufer und so wurde der Fall mit einer Verwarnung für den Käufer geschlossen.  Erledigt, abgehakt und natürlich auf unserer Sperrliste gelandet.

Das Ende? Nicht ganz.  2 Monate (!!) später trudelte folgende “Antwort” ein:

danke aber den artikel möchte ich nicht..das habe ich nicht ersteigert..da muss sich jemand an meinem account zu schaffen gemacht haben ..sorry

Ja, ne, is klar.