Erlebnisse eines eBay-Verkäufers
Inzwischen sind wir bei Paket Nr. 13 angelangt das innerhalb der letzten vier Wochen falsch eingebucht worden oder wie in einem Fall direkt retour gegangen ist. Die Gespräche mit der Hotline der Packstation sind als zwiespältig zu betrachten, natürlich sind alle Mitarbeiter auf freundlich getrimmt aber: Ausnahmen bestätigen die Regel und somit fetzen wir uns inzwischen fast regelmäßig mit renitenten Hotline Mitarbeitern, die einem erzählen wollen das unser Problem wirklich unser Problem und keinesfalls ein Zusteller-Problem ist. Inzwischen haben wir erfahren das 6 unserer Reklamationen auch tatsächlich als solche aufgenommen wurden. Sinn dieser Reklamationen ist ja, das irgendwann eine Besserung eintritt – sprich: Irgendjemand merkt das hier was schief läuft und dementsprechend reagiert. Nun ja, wir hatten so einen Effekt …
Seit dem 1.10 gibt es bei eBay ein neues Verkäufer Kriterium: “Top-Verkäufer”. Top-Verkäufer sind Verkäufer die in allen DSR Bereichen Höchstwerte erreichen, sprich – ich zitiere – “Der Verkäufer erhält anhaltend höchste Käuferbewertungen.”, “Der Verkäufer bietet kurze Lieferzeiten.” und “Der Verkäufer hat sich einen Ruf für exzellenten Service erarbeitet.”. Wir sind einer von – so wie man liest – nur 5309 Verkäufer die dieses Gütesiegel erhalten haben. Was auf den ersten Blick positiv klingt, ist – wieder einmal – ein gewaltiger Schuss in den Ofen: Die Artikel dieser Verkäufer sollten in der von eBay manipulierten Auflistung der Suchergebnisse (aka “Beliebteste Artikel”) weit vorne gelistet werden … theoretisch zumindest.
Das Käufer vergessen ihre Liefer-/Anschrift richtig anzugeben, ist ein stetiges Problem. Regelmäßig kommen Sendungen als unzustellbar zurück, weil Käufer bspw. nach einem Umzug vergessen haben, auch die Lieferanschrift bei eBay zu ändern. Das wir die Lieferanschrift vor Versand _zweimal_ per eMail mitteilen, lasse ich jetzt mal aus dem Spiel. Neulich gab es mal wieder einen – sagen wir mal – außergewöhnlichen Nachrichtenaustausch …
Neulich erreichte uns folgende Käuferanfrage:
“hallo lumbert,
ich habe mich ihren artikel angeschaut und bin interessirt ihn zukafen,habe aber leider keine bankkarte,wie können wie diesen kauf/verkauf machen? danke für ihre aufmerkasam
keit”
Wir haben freundlich zurückgeschrieben und mitgeteilt, das der Kauf so nicht möglich sein wird und das die Alternative – sprich der Geldversand per Post – immer mit Risiken verbunden ist, für die wir keine Verantwortung übernehmen können. Die Antwort überraschte dann doch …
… war der erste Gedanke beim Auspacken eines Pakets heute, als ich folgendes Verpackungsmaterial in den Händen hielt: