Erlebnisse eines eBay-Verkäufers
Ok, das ist provokativ. Aber: Die Menge an Spielen und Geräten die mit einem JVA Siegel versehen sind überrascht mich immer wieder. Es ist natürlich nicht die Mehrheit an Geräten die wir aufkaufen, aber es sind immer wieder welche dabei und das in einer Menge die dann doch auffallen. Irgendwie kann ich mich aber nach wie vor nicht mit dem Gedanken anfreunden, das in einer JVA freien Gemüts gedaddelt werden kann. Wo ist die Strafe?
Identitätsdiebstahl ist heutzutage Usus. Wer in den entsprechenden Bereichen arbeitet weiß, wie oft fremde Daten für Anmeldungen missbraucht werden. In der Regel werden diese Daten von allzu “freizügigen” Personen im Netz gesammelt oder noch einfacher gleich zu Tausenden von gehackten Portalen heruntergeladen. Manche Personen machen es einem noch einfacher: Sie schicken die sensiblen Daten gleich per Post …
Das war ja mal eine Überraschung. Kurz nach dem Kauf eines DS kam folgende Nachricht:
“Hallo, die Versandkosten können Sie sich sparen. Der Nintendo ist bei XY im Erdgeschoß abzuholen.
”
Das dürfte die schnellste und wegtechnisch kürzeste eBay Transaktion aller Zeiten gewesen sein …
Man sagt ja, das der Ton die Musik macht. Leider ist vielen nicht bewusst, das dies gerade auch bei der Kommunikation via eMail, IM oder ähnlichem gilt. Das kann man zwar ab und an noch unter mangelende Erfahrung abhaken, viele haben jedoch schlicht und einfach keine Manieren. So auch der folgende Käufer: Der eBay Account wurde vor drei Jahren in Österreich angemeldet, in diesem Zeitraum gab es nicht eine einzige Bewertung, weder als Käufer noch als Verkäufer. Schon ungewöhnlich aber durchaus nachvollziehbar, wenn man die Art und Weise der ersten Kontaktaufnahme in Betracht zieht …
Im November tauchte auf unserem Geschäftskonto eine Buchung auf, die partout nicht zuzuordnen war: Name als auch Auktionsnummer waren nicht bekannt, auch der Betrag passte zu keinem offenen Verkauf. Die Artikelbeschreibung bezog sich auf einen Wavebird Controller für den Game Cube, aber solch einen hatten wir schon lange nicht mehr eingestellt. Was macht man in so einem Fall? Am Besten: Abwarten.