Erlebnisse eines eBay-Verkäufers
Im November tauchte auf unserem Geschäftskonto eine Buchung auf, die partout nicht zuzuordnen war: Name als auch Auktionsnummer waren nicht bekannt, auch der Betrag passte zu keinem offenen Verkauf. Die Artikelbeschreibung bezog sich auf einen Wavebird Controller für den Game Cube, aber solch einen hatten wir schon lange nicht mehr eingestellt. Was macht man in so einem Fall? Am Besten: Abwarten.
Was ja auch immer wieder nervt, sind die Anfragen der bewertungsgeilen Verkäufer: Müll verkaufen, aber noch schön nach einer positiven Bewertung betteln. Hatten wir ja schon alles. Neulich kam mal wieder eine Anfrage rein, wo man auch nur den Kopf schütteln kann …
Neulich erreichte uns folgende Käuferanfrage:
“hallo lumbert,
ich habe mich ihren artikel angeschaut und bin interessirt ihn zukafen,habe aber leider keine bankkarte,wie können wie diesen kauf/verkauf machen? danke für ihre aufmerkasam
keit”
Wir haben freundlich zurückgeschrieben und mitgeteilt, das der Kauf so nicht möglich sein wird und das die Alternative – sprich der Geldversand per Post – immer mit Risiken verbunden ist, für die wir keine Verantwortung übernehmen können. Die Antwort überraschte dann doch …
Das Finanzamt hat sich mal wieder gemeldet, diesmal keine Betriebsprüfung (ich stelle gerade erschreckt fest, das ich darüber gar nicht gebloggt hatte. Das hole ich noch nach, schließlich gab es nach 12 Stunden Kontrolle keinerlei Beanstandungen aber doch einiges blogbares Material). Man fordert uns auf zu erklären, wieso unsere Portokosten im Jahr 2007 so hoch sind – diese seien völlig außerhalb des nachvollziehbaren Rahmens …
Folgende Anfrage erreichte uns vor kurzem auf einen Nintendo DS im Wert von knapp 100 Euro:
Machsdu es 30echro biette weil mier worde geklaut oder Schencks du mir den Des
Auch wenn es schwer fiel, ich habe mich an Heikos Rat (Sotel Blog: Handys, Handyzubehör und Vertragsverlängerung online) gehalten und die Anfrage einfach ignoriert. Aber in den Fingern hat es trotzdem gekribbelt …