Erlebnisse aus dem Online-Handel
EBay setzt es nun zwingend zum 15. Juni in ausgewählten Kategorien durch: Die versandkostenfreie Lieferung. Ich hatte mich ja schon im Zuge unserer Shop-Eröffnung darüber ausgelassen, das eine versandkostenfreie Lieferung immer zu Lasten des Käufers geht. Selbstverständlich werden die Versandkosten in den Artikelpreis einkalkuliert, aber nicht nur der: Auch die somit höheren Verkäufergebühren landen im Endpreis. Fazit: Für den Käufer wird alles teurer. Wir verkaufen zwangsläufig auch seit einigen Wochen versandkostenfrei und stellen einen seltsamen Effekt fest …
Es geht hier – mal wieder – um die Selbstabholer und genauer gesagt die, die die Ware aufgrund der Portoersparnis abholen wollen und auch nur deshalb. In diesem Fall kommt der Käufer aus dem tiefsten Zehlendorf, geschätze 30 km einfache Fahrt entfernt. Die Ware liegt hier seit über einer Woche rum. Aversierte Portoersparnis: 3,90 Euro (für ein versichertes Paket). Mal kurz rechnen: 60 km für Hin- und Rückfahrt, dazu wird er knapp 90 Minuten benötigen. Der Liter Benzin kostet tagesaktuell 1,16 Euro. Bei einem Verbrauch von 10l pro 100 km (Stadtverkehr, Zitat “Ich habe ein altes Auto”) wird ihn die Fahrt 6,96 Euro kosten. Hätte er überwiesen, wäre die Ware bereits bei ihm … egal, ich muss es ja nicht verstehen.