Erlebnisse aus dem Online-Handel
Wir hatten ja eine dieser obskuren PayPal Sicherheitsprüfung in der Rolle als Verkäufer selbst schon einmal. Fazit: Geld war weg, obwohl der Käufer die Ware bekommen hatte. Diesmal hat es uns wieder getroffen, allerdings indirekt in der Rolle des Käufers.
31 (in Worten ‘Einunddreißig’) Versandmitteilungen per eMail über eBay erreichten uns gestern in einem Zeitraum von knapp drei Stunden. Wohlgemerkt handelte es sich dabei um ein und denselben Artikel und ein Fehler von eBay schließe ich deshalb einfach mal aus. Wir haben zeitgleich noch weitere Artikel ersteigert und bezahlt, sodass ich davon ausgehe das jemand im – ach so einfachen – Formular etwas wild und hilflos hin- und hergeklickt hat. Ich bin gespannt wie sich die Transaktion entwickelt, schließlich wird die Überweisung frühstens Montag (also in zwei Tagen) beim Verkäufer eingehen …
Wer schon immer mal wissen wollte, wie lange ein Paket via DHL von Berlin nach Moskau auf dem Landweg dauert, dem kann ich weiterhelfen: Vier Wochen. Für 30 Euro. Kein Scherz – vermutlich ist der zuständige Paketzusteller persönlich dorthin geradelt. Glücklicherweise war der Käufer sehr entspannt wie man hier nachlesen kann und das obwohl er wirklich sehnsüchtig darauf wartete. Insgesamt eine verlustreiche und sehr kommunikative Transaktion, aber dafür weiß ich jetzt auch wie die russische Post auf englisch heißt: Pochta Rossii
Ach herrlich, aber ich muss erst die Geschichte dazu erzählen: Ein Käufer aus Moskau interessierte sich für ein GameCube Set um Resident Evil zu spielen. Unsere Versandkosten ins europäische Ausland betragen 17 Euro – sprich ein DHL Paket bis 5kg. Was ich beim Verkauf nicht beachtet habe: Die 17 Euro gelten für die EU aber sicher nicht für den Versand nach Moskau. Die Überraschung folgte dann am Postschalter im Bolle-Markt: 30 Euro kostete das Paket nach Moskau. Landweg. Wer den Preisverfall des GameCubes mitverfolgt hat, weiß das der Versand somit teurer war als das Set selbst …
Wohlgemerkt mit ‘h’ geschrieben, denn es dreht sich hier um einen Service der Deutschen Post: Der Empfänger zahlt beim Erhalt der Sendung den festgelegten (Kauf-)betrag und dieser Betrag landet nach Abzug der Gebühren auf dem Konto vom Verkäufer. Eigentlich eine gute Sache, nur klappt sie leider nicht. Zumindest bei uns nicht. Irgendwie scheint die Nachnahme immer Gestalten anzuziehen, die sich die gekaufte Ware eigentlich nicht leisten können, sie diese aber trotzdem kaufen weil sie glauben sie dann irgendwie doch bezahlen zu können. Anders ist es für mich nicht zu erklären, das immer wieder exakt der gleiche Ablauf stattfindet …